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Nicht ohne meinen Nationalparkpass: Einmal gekauft, ist der Ausweis ein ganzen Jahr lang das Ticket für beliebig viele Besuche in Nationalparks und anderen Erholungsgebieten der USA. Der Pass für die großen Naturwunder Amerikas ist aber nicht mehr für jeden die günstigste Wahl.
Wer auf einer Rundreise durch den Südwesten der USA mehrere Nationalparks besucht, kann mit dem America the Beautiful Pass weiterhin viel Geld sparen. Seit 2026 gelten für Reisende ohne US-Wohnsitz allerdings neue Preise und zusätzliche Eintrittsgebühren. Ob sich der Kauf lohnt, hängt deshalb mehr denn je von der geplanten Route ab.
Ein Jahr lang Eintritt in Amerikas Naturparadiese
Der America the Beautiful Pass, offiziell America the Beautiful – The National Parks and Federal Recreational Lands Pass, ist der Nationalparkpass der USA. Er gilt für ein Jahr und deckt die regulären Eintrittsgebühren sowie bestimmte Tagesnutzungsgebühren auf zahlreichen staatlichen Erholungsflächen ab. Dazu gehören Gebiete des National Park Service, des Bureau of Land Management und des U.S. Forest Service.
Seit dem 1. Januar 2026 gibt es zwei Preisstufen: US-Bürger und Einwohner zahlen 80 Dollar für den Jahrespass. Für Besucher ohne US-Wohnsitz kostet der sogenannte Non-Resident Annual Pass 250 Dollar. Für die meisten Urlauber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist diese Variante maßgeblich.
Der Pass gilt je nach Gebührenmodell für ein privates Fahrzeug samt Insassen oder für den Passinhaber und bis zu drei weitere Erwachsene, wenn der Eintritt pro Person berechnet wird. Bei einer Rundreise mit mehreren Nationalparks kann er deshalb eine lohnende Investition sein.
Lohnt sich der Pass im Canyon Country?
Wer sich bei einer Reise auf das Canyon Country im Südosten Utahs konzentriert, sollte die Kosten genau vergleichen. Die Eintrittsgebühren für Arches und Canyonlands sowie die Gebühren in Erholungsgebieten rund um den Lake Powell summieren sich zwar, reichen für sich genommen aber nicht automatisch aus, um einen 250 Dollar teuren Jahrespass zu rechtfertigen.
Gerade in San Juan County gibt es zudem zahlreiche weitere Naturziele, Aussichtspunkte und Landschaften, für deren Besuch kein regulärer Nationalparkeintritt anfällt. Der Pass ist daher kein Muss für jeden, der die Region erkunden möchte.
Anders sieht es aus, wenn man seine Reise über das eigentliche Canyon Country hinaus ausdehnt und weitere berühmte Nationalparks besuchen möchte. Besonders wichtig sind dabei Grand Canyon, Zion und Bryce Canyon. Diese drei gehören zu den elf Nationalparks, in denen seit 2026 für Besucher ohne US-Wohnsitz ab 16 Jahren zusätzlich zum regulären Eintritt eine Gebühr von 100 Dollar pro Person erhoben wird.
Der Non-Resident Annual Pass deckt sowohl den regulären Eintritt als auch diese zusätzliche Gebühr ab. Wer mehrere dieser Parks besucht, wird daher schnell von der Jahreskarte profitieren.
Eine Beispielrechnung: Wann rechnet sich der Pass?
Die folgende Übersicht zeigt, warum sich ein Kostenvergleich vor der Reise lohnt. Die tatsächlichen Eintrittskosten hängen unter anderem von der Gruppengröße und der Zahl der besuchten Parks ab.
| Reiseplanung | Einschätzung |
|---|---|
| Nur Arches, Canyonlands und Umgebung | Den Pass nicht automatisch kaufen, sondern die einzelnen Eintrittsgebühren vergleichen. |
| Canyon Country plus Grand Canyon | Der Pass kann sich lohnen, insbesondere bei mehreren erwachsenen Reisenden. |
| Canyon Country plus Grand Canyon, Zion und Bryce Canyon | Der Pass ist häufig die wirtschaftlichere Wahl, da er auch die zusätzlichen Gebühren für Nicht-US-Einwohner abdeckt. |
| Größere Rundreise mit weiteren gebührenpflichtigen Nationalparks | Die Investition in den Jahrespass lohnt sich. |
Wichtig: Die zusätzlichen 100 Dollar werden in den elf betroffenen Nationalparks pro ausländischem Besucher ab 16 Jahren berechnet. Sie sind nicht mit einer pauschalen Gebühr für sämtliche Nationalparks zu verwechseln. Arches und Canyonlands gehören nicht zu dieser Gruppe.
Was deckt der Pass ab – und was nicht?
Der America the Beautiful Pass gilt für reguläre Eintrittsgebühren und bestimmte Tagesnutzungsgebühren auf vielen bundesstaatlich verwalteten Erholungsflächen. Dazu zählen unter anderem Nationalparks, National Monuments und ausgewählte Gebiete in National Forests und National Recreation Areas.
Nicht automatisch eingeschlossen sind sämtliche Kosten, die bei einem Besuch entstehen können. Campingplätze, geführte Touren, besondere Aktivitäten, Konzessionsangebote und manche Reservierungen können zusätzliche Gebühren verursachen. Auch der Besitz eines Passes ersetzt keine gegebenenfalls erforderliche Reservierung.
Bei der Einfahrt mit dem Auto deckt der Non-Resident Annual Pass die Eintrittsgebühren für den Passinhaber und die Insassen eines privaten Fahrzeugs ab. Bei Eintrittsgebühren pro Person gilt er für den Inhaber und bis zu drei weitere Erwachsene ab 16 Jahren. Kinder unter 16 Jahren haben grundsätzlich freien Eintritt.
Wo kann man den America the Beautiful Pass kaufen?
Der Pass ist an zahlreichen bundesstaatlichen Erholungsgebieten und Besucherzentren sowie online erhältlich. Wer den Pass kurzfristig benötigt, kann eine digitale Version über Recreation.gov erwerben und unmittelbar nutzen. Alternativ lässt sich eine physische Karte an einer Verkaufsstelle kaufen. Bei einer Bestellung per Post sollte genügend Zeit für die Lieferung eingeplant werden.
Vor dem Kauf empfiehlt es sich, die offizielle Übersicht zu Preisen, Gültigkeit und Leistungen zu prüfen:
Gut zu wissen: Einschränkungen des Passes
Der America the Beautiful Pass ist nicht übertragbar und nicht erstattbar. Bei Verlust oder Diebstahl wird er nicht ersetzt. Beim Besuch eines Parks muss außerdem ein gültiger Lichtbildausweis vorgelegt werden können.
Tipp für das Canyon Country: Plane zunächst, welche Nationalparks du tatsächlich besuchen möchtest, und rechne die regulären Eintrittsgebühren sowie mögliche Zusatzgebühren für Nicht-US-Einwohner zusammen. Wer nur den Südosten Utahs erkundet, kommt möglicherweise ohne den Jahrespass günstiger weg. Wer dagegen auch Grand Canyon, Zion oder Bryce Canyon in seine Rundreise einbaut, sollte den 250-Dollar-Pass unbedingt in die Kostenplanung aufnehmen.
Eine vollständige Übersicht mit Fragen und Antworten auf deutsch gibt es hier: Infos zum Nationalparkpass
